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OP IM AUSLAND – EIN ERFAHRUNGSBERICHT

Ein Erfahrungsbericht

Summer86 sagt am 30.09.2014

Hallo liebe Forum-User,

 

Lange habe ich gebraucht um mich hier hinzusetzen und darüber zu berichten was mir bei diesem Horror-Doktor wiederfahren ist. Eine gute Freundin, die mir in all dieser schweren Zeit zur Seite stand, riet mir über diesen Doktor zu berichten. Ich bin wirklich am überlegen, mich an einem öffentlichen Sender zu wenden um all das richtig publik zu machen um so andere Frauen vor diesem großen Fehler diesen Doktor aufzusuchen.

 

Im Mai 2014 fuhr ich zum Herrn S. nach P.. Laut Internet-Recherche ein überaus toller erfahrener Chirurg. Vor Ort empfing uns eine nette Gepflegte Assistentin die uns nach kürzer Wartezeit auch ins Doktor Zimmer führte. Dort wartete auch bereits der Doktor. Das erste Eis war gebrochen, kam ziemlich sympathisch rüber und wir einigten uns auf französische Implantate in der anatomischen Form, nicht die Runden, die würden mir angeblich nicht stehen, das würde seiner Meinung nach nicht natürlich aussehen. Größe 360 Gramm. Ich fuhr zufrieden und glücklich ins nahe gelegene Hotel. Alles in bester Ordnung, obwohl mich das Ambiente der Praxis dort an 1980 erinnert hat. Enge Räume, sehr kleine Betten, halt einfach alt - Arme Verhältnisse. Doch in aller Freude seine neuen Brüste endlich für einen günstigen Preis (2.500 ) zu bekommen, sprich seinen Traum zu erfüllen, blendet man solche Sachen in diesem Moment einfach aus.

 

Am nächsten Tag fuhr ich zur Praxis, wurde in mein Zimmer begleitet und wurde nachdem ich mich umgezogen war wurde ich auch ziemlich schnell in den Op-Saal geführt und habe dann die Standard Prozedur der Vollnarkose über mich ergehen lassen.

 

Die Operation dauerte ca. 1 Stunde. Ich wachte mit ziemlich starken Schmerzen nach der Narkose auf und nach 1 Tag ausruhen und schmerztabletten schlucken machte ich mich auf den Weg zurück nach Deutschland.

 

UND AB HIER GEHT ES SCHON LOS:

 

Nach der Operation ist Herr Doktor spurlos verschwunden. Er kam nicht mal vorbei um nach mir zu schauen, wie es seiner Patientin doch geht, nachdem sie auf seinem Op Tisch lag und er sie operiert hat - nein ! Überflüssig, ist ja nix wichtiges.

 

In Deutschland angekommen durchlief ich die normale Prozedur nach einer Brust-Op. Schmerztabletten, Vorsichtig aufstehen, nix schweres tragen, Sport bh tragen und die Pflaster wechseln beim Frauenarzt.

 

Nach 3 Wochen der Schock : mein Oberteil völlig nass, ich öffnete den Bh und sah : laufendes Blut, ein offenes schwarzes Loch ca. 0,5 cm groß. Es hörte nicht auf zu bluten. Ich fuhr sofort in ein nahe gelegenes Krankenhaus.

Nach einer Untersuchung stellte man fest, dass die Naht aufgegangen. Von Mikroben auf dem Implantat bis hierhin keine Rede. Aber dazu komme ich noch später. Ich bekam Tabletten sprich Antibiotika damit sich das nicht entzündet und neue Pflaster. Ich solle doch ein paar Tage warten, die Narbe bzw. das Loch könnte sich ja schließen. Als es dann immernoch nicht aufhörte, bin ich zu einem sehr bekannten Frauenarzt gegangen der übrigens auch operiert, der empfiehlte mir den folgenden Versuch zu machen : die selbstauflösenden Nähte vom Herrn S. rauszumachen und das neu zu nähen. Alte Narbe Weg, neue drüber - geschlossen.

 

Für eine kurze Zeit dachte ich OK jetzt ist alles zu, es wird wieder alles gut. Ich atmete auf. Doch nach einer Woche wieder das selbe Horrorbild : Das Oberteil Klatsch nass, die Wunde offen und von Tag zu Tag wurde sie immer größer. Es entstand ein ca. 4 cm großes schwarzes Loch unter der linken Brustfalte. Ich war am durchdrehen.

Ich muss hinzufügen, dass ich zu Beginn dieses Dramas immer versucht Herrn S. zu erreichen unter den Nummern die auf seiner Visitenkarte standen. Absolut unmöglich. Nicht erreichbar, die Anfrage per Email wurde kurz und schlicht mit - bin im Urlaub bitte nicht mehr anrufen. - beantwortet.

 

Ich rief dann weiterhin an, erfolglos. Wir fotografierten meine Brüste und das Loch und drohten in der Email mit gerichtlichen Schritten gegen ihn und hinterließen meine Handynummer in der Email.

 

ÜBERRASCHUNG: es meldete sich eine wirklich freundliche Dame am Telefon, welche sich interessiert mein Problem anhörte und mir umgehend versprach, mit Herrn Doktor S. zu sprechen und einen sehr kurzfristigen Termin zu vereinbaren. Sie stellte sich als seine neue Sekretärin vor.

 

Wir fuhren wieder dort hin - Herr S. wartet bereits genervt auf seinem Bürostuhl ohne jegliche Begrüssung und legte gleich los mit seinem gebrochen Deutsch : was ist hier los !!! Warum so Stress ? Warum so Diskussion ? Verstehen nix ? Ich Urlaub !!! Nächste Mal Deutschland klinik gehen und bezahlen große Preis. - Diese Worte werde ich nie vergessen. Und als er dann erfuhr bzw. sah dass bereits jemand anders seine Nähte aufgemacht hat und wieder zu geschlossen hat flippte er komplett aus.

Es hieß ich müsste nochmal 350 Euro bezahlen für die Narkose und um das Silikon rauszuholen um dieses und die Wunde zu reinigen, da sich dort angeblich Bakterien gesammelt haben.Ich dachte mir komm, egal Hauptsache er regelt das jetzt und dein Leid hört auf. Das kann passieren, Hauptsache es wird jetzt gesäubert und die Wunde schließt für immer. Mein ständiger Begleiter mit all diesen Problemen war die Hoffnung.

 

Nach der Operation wieder das selbe Spiel. Doktor verschwunden, auf Nachfrage muss der Doktor sie nicht nochmal sehen, dafür sind wir ja da - die Krankenschwestern.

 

Wieder zurück nach Deutschland, gleiche Prozedur. Schmerzen, Tabletten schlucken, Antibiotika, Pflaster wechseln beim deutschen Frauenarzt. Zähne zusammenbeißen.

 

Und haltet euch fest: nach 6 Tagen das selbe Spiel. Dann war es am allerschlimmsten. Man hatte direkten Kontakt zum Implantat. Das Loch umso größer. Ein großes schwarzes blutendes Loch. Es eiterte. Wunde entzündet.

 

Meine Mutter schnappte sich das Telefon rief wieder die nette Dame an und vereinbarte einen Termin um diese verdammten Implantate die mir Herr S. eingepflanzt hat wieder rauszuholen. Sie fuhr mich diesmal persönlich in die Klinik. Wir warteten sagenhafte 5 Stunden voller Schmerzen und Sorgen auf den Doktor. Der Termin war um 08:00 Uhr, Herr Schönheitschirurg erscheinte ohne jegliche Erklärung um 13:00 Uhr. Er kam durch den Eingang und schreite gleich los : das hier keine Zirkus !!! WARUM DIESE FRAU MACHEN SO GROßE PROBLEME - ich heulte - er schrie weiter. Ein Chaos - meine Mutter Griff ein und die Lage beruhigte sich. Weder ich, weder meine Mutter verstanden wie man so herzlos mit einem Patienten umgeht dem seine Psyche nicht mehr konnte nach all diesen Sachen die geschehen war. Und wir zumal jedes mal in die Tasche greifen und immer wieder Geld bezahlten. Wie auch dieses Mal, für die Entfernung der Implantate. Diesmal 450 .

 

In Deutschland angekommen schaute sich das ganze Spektakel ein deutscher Facharzt an und erklärte mir, das alles geschah weil auf dem einen Silikon sich Mikroben befanden. Er wollte von mir die Telefonnummer des Arztes der mich operiert hatte, um mit ihm zu sprechen. Ich gab ihm die Telefonnummer der netten Sekretärin, mit der wir damals in Kontakt waren und diese für Herrn S. arbeitete.

 

ÜBERRASCHUNG NUMMER 2 : die Dame erklärte meinem Arzt dass sie mittlerweile nicht mehr für Herrn S. arbeitet. Die Gründe wollte sie ihm nicht nennen. Sie erinnerte sich jedoch an mich und erzählte meinem Arzt dass Herr S. erhebliche Mängel in der Hygiene der Klinik hatte und sie seit Beginn ihrer Tätigkeit dort mehr mit Beschwerden am Telefon zu tun hatte als mit Terminen zur Op. Es waren Damen die beim Herrn S. Augenfaltenstraffung und Brust Operationen / Straffung gemacht hatten.

 

FINGER WEG VON DIESEM DOKTOR !!!

ANBEI MEIN ENTLASSUNGSBERICHT DAMIT ES NICHT HEISST DIESE GESCHICHTE HIER WÄRE NUR GEFAKED ODER EINFACH NUR NEGATIVE KRITIK.

 

DAS ALLES WAS MIR PASSIERT IST KANN ICH BELEGEN UND BEWEISEN.