FAQ

BRUSTVERGRÖSSERUNG

1.Welche Zugangswege gibt es für die Brustvergrößerung mit Implantaten?

Insgesamt bestehen vier operative Zugänge:

  1. Der sicherste Zugang ist der Einschnitt in die Unterbrustfalte. Bei exakter Planung wird der Schnitt in die neue Unterbrustfalte gelegt, hierbei muß das Implantat im Vorfeld exakt bestimmt sein. Dies ist der Zugang, wissenschaftlich nachgewiesen, mit den wenigsten Komplikationen!
  2. Transaxillär: Dies beschreibt einen Zugang durch die Achselhöhle, Nachteile sind keimbehaftete, in der Nähe liegende Schweißdrüsen, und eine eventuelle Verlagerung des Implantates durch die aufgedehnte Loge in Richtung oben-außen
  3. Periareolärer Zugang: Hierbei wird ein halbmondförmiger Schnitt im unteren Teil des Brustwarzenhofes angelegt, Nachteile liegen in dem sehr engen Zugangsweg und in der Durchtrennung der Brustdrüse, der größte Vorteil ist die kaum sichtbare Narbe
  4. Zugang über den Nabel: Vereinzelte amerikanische Operateure implantieren über den Nabel mit langen Instrumenten: Der Zugang ist unübersichtlich und es können nur ungefüllte Kochsalzimplantate eingesetzt werden. Diese werden später gefüllt. Das Kochsalz kann entweichen und Geräusche können bspw. beim Treppensteigen gehört werden.  

 

2. Gibt es eine erhöhte Brustkrebsgefahr mit Silikongelimplantaten?

Das Krebsrisiko bei Frauen mit silikongelgefüllten Implantaten der Brust ist gegenüber des Bevölkerungsdurchsschnitts nicht erhöht.

 

3. Beeinträchtigt ein Brustimplantat die Diagnostik bei Brustkrebs?

Die Diagnostik per Ultraschall und Mammographie wird nicht negativ beeinträchtigt. Moderne Ultraschallsysteme sind bis auf Zehntelmillimeter genau und lassen eine klare Trennung zwischen Implantatstruktur und Brustdrüse zu. Die Diagnostik wird sogar bei kleineren Brüsten vereinfacht, da die Drüsenstruktur durch das Implantat gehoben wird.

 

4. Gibt es allergische Reaktionen auf Silikon?

Allergische Reaktionen auf Silikon sind, bis auf sehr wenige Einzelfälle (meistens wegen der Zusatzstoffe), nicht beschrieben.


5. Darf ich mit meinen Brustimplantaten fliegen?

Silikonimplantate der Brust sind Qualitätsprodukte mit höchsten Sicherheitsreserven und sind auch auf einem Flug sicher.

 

6. Müssen meine Brustimplantate ausgetauscht werden?

Aktuelle silikongelgefüllte Brustimplantate sind sicher und haben eine lebenslange Garantie auf Formstabilität und Haltbarkeit. Ein Austausch ist somit nicht erforderlich. Die Silikonfüllung wird nicht ans Gewebe abgegeben und es besteht kein schädlicher Einfluss auf den Körper, auch nicht auf die Muttermilch. Mit Brustimplantaten besteht keine Gefahr für ein neugeborenes Kind beim Stillen. Nach vielen Jahren kann es jedoch zu einer veränderten Bindegewebsstruktur der Implantathülle, bspw. einer Kapselfibrose kommen, dann ist ein Austausch der Implantate sinnvoll.

 

7. Kommt es zu einem Verlust der Stillfähigkeit mit Brustimplantaten?

In der Regel bleibt die Stillfähigkeit erhalten, vereinzelt berichten Patientinnen über einen reduzierten Milcheinschuss.

 

8. Wann darf ich wieder Arbeiten, Sport treiben oder sexuell aktiv sein?

Sportliche Aktivitäten setzen Schmerzfreiheit voraus, gleitende Bewegungen können nach 7 Tagen wieder begonnen werden. Sie sollten abrupte Bewegungen wie Laufen und Springen meiden, um plantatdrehung zu vermeiden. Überkopfbewegungen der Arme sollten vier Wochen ausbleiben. Fahrradfahren kann nach zwei und Joggen nach vier Wochen mit einem Stütz-BH wieder begonnen werden. Eine volle Belastung sollten Sie erst nach sechs Wochen einplanen. Vibrationsplatten (Power Plate) dürfen Sie nicht benutzen, da vereinzelt Implantatdrehungen beschrieben wurden. Sexuell aktiv können Sie schon nach wenigen Tagen wieder sein, jedoch sollten sie keinen Druck auf die Brust ausüben.

 

9. Welche Kosten fallen bei der Brustvergrößerung an?

Die Implantate kosten je nach Hersteller und Form zwischen 800 und 950 Euro. Die Narkosekosten liegen bei 400-650 Euro. Ein Stütz-BH kostet ca. 50-150 Euro. Die Operationskosten liegen, je nach Aufwand, zwischen 2500und 3500 Euro, zuzüglich 19% Umsatzsteuer. Die Kosten für eine Übernachtung in der Klinik liegen bei 150 Euro.

 

10. Welche Implantatgröße und -form ist die richtige für mich?

Die Implantatgröße richtet sich primär nach der Grundstruktur Ihrer eigenen Brust. Nach individueller Vermessung wird das Implantat mittels dreier Parameter berechnet. Die Implantatform hängt ebenso von der vorhandenen Brustdrüse ab. Fehlt bspw. Brustgewebe im oberen Anteil sollte man ein anatomisches Profil wählen, um einen gewissen Druck von unten zu bekommen. Natürlich berücksichtige ich Ihre individuellen Wünsche und implantiere auch Sondergrößen, jedoch immer mit dem medizinischen Blick auf Ihre Sicherheit.

 

11. Welchen Implantathersteller sollte ich wählen?

Die größten Hersteller von silikongelgefüllten Implantaten kommen aus Amerika, Frankreich, England, Brasilien und Deutschland. Ich verwende ausschließlich deutsche Implantate, wegen der engmaschigen Qualitätskontrollen, der strengen Hygienevorschriften und der gesunden deutschen Marktwirtschaft.

 

12. Wer führt die Narkose durch?

Als Narkosearzt begleitet Sie und mich unser Kooperationspartner Dr. H. Candas, als sehr erfahrener und freundlicher Anästhesist, der ebenso die Praxisklinik leitet.

 

13. Wo wird operiert?

Ästhetische Operationen führe ich in einer hochmodernen Privatpraxisklinik durch.

http://www.die-praxisklinik.com/

Die Klinik verfügt über die volle Sicherheitsausstattung nach den höchsten deutschen und internationalen Standards. Anfang 2013 erfolgte die hygiene- und bautechnische Abnahme durch das Gesundheitsamt und den Hygienebeauftragen.

 

14. Warum sollte ich den Eingriff in einer Praxisklinik und nicht im Krankenhaus durchführen lassen?

Ästhetische Operationen sollten meiner Auffassung nach nicht in einem Krankenhaus der Regelversorgung durchgeführt werden.

Es besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko für einen ästhetischen Patienten, der vermischt mit ernsthaft erkrankten Patienten auf einer Station oder sogar in einem gemeinsamen Zimmer liegt.

Das Risiko für eine Keimübertragung (Krankenhauskeime, Problemkeime, MRSA) ist in Krankenhäusern höher, als in Kliniken, die sich auf ästhetische Eingriffe bei gesunden Patienten konzentrieren.

 

15. Sollte die Brustimplantateinlage über oder unter dem Brustmuskel erfolgen?

Die Implantateinlage unter dem Brustmuskel wird bei sehr schlanken Patientinnen, die wenig Hüllgewebe aufweisen, empfohlen. Der Brustmuskel dient hierbei als zusätzliche Abdeckung und macht den Übergang auf das Implantat harmonischer. Bei dieser Technik muss etwas mehr präpariert werden. Durch das Ablösen des Muskels von der Brustwand besteht eine leicht erhöhte Blutungsgefahr.

Der gut durchblutete Muskel dient jedoch als Hüllgewebe und dadurch ist  die Kapselfibroserate leicht gesenkt.

Aufgrund der weiterentwickelten anatomischen, tropfenförmigen Implantate, geht der Trend hin zur Implantateinlage über den Muskel, d. h. rein unter die Brustdrüse.

Mit einem anatomischen Brustimplantat erreicht man bei subglandulärer Implantateinlage (unter der Brustdrüse, auf dem Brustmuskel) ein sehr natürliches Aussehen ohne äußerlichen Implantatabdruck.

Ein positiver Nebeneffekt sind weniger Schmerzen durch den nicht verletzten Brustmuskel.

 

16. Wie lange dauert der operative Eingriff?

Versierte Operateure benötigen für eine Brustvergrößerung ca. 45-70 Min. Schneller geht es, wenn kein Probeimplantat eingelegt wird. Das hat allerdings den Nachteil, dass eingezogene Strukturen nicht richtig erkannt werden und somit nicht nachpräpariert werden kann. Ich empfehle immer eine Probeimplantation, um kleinere Einziehungen zu entdecken. Nach Korrektur verbleibt eine harmonische Kontur mit optimalem Implantatlager.

 

17. Warum werden Drainagen eingelegt?

Bei jeder Brustvergrößerung mit einem Implantat lege ich zwei sehr weiche Silikondrainagen ein. Diese sind nötig, damit eine Nachblutung besser erkannt werden kann. Auch kann hierdurch die normale Menge an Restblut und Wundwasser (Serom) aus der Implantatloge ablaufen. Ohne Drainage verbliebe diese Restblutmenge in der Implantatloge und die Gefahr einer Kapselfibrose ist erhöht, da eine enge Korrelation zwischen intraoperativer Blutmenge und der Kapselfibrose besteht.

 

18.Welche Drainagen werden eingelegt?

Drainagen gibt es aus Kunststoff und aus weichem Silikon, letztere sind jedoch erheblich teurer.

Ich verwende Quadrain-Draingen der Firma Pajunk aus Silikon, diese haben eine sehr weiche Struktur, sind einzigartig gewebeverträglich und lassen sich gleitend ohne Widerstände aus dem Gewebe entfernen. Zudem wende ich eine Atemübung an, um einen gewissen Ablenkungseffekt beim Drainagezug zu erreichen.

 

19. Wann werden die Drainagen gezogen und wann darf ich duschen?

Nach Entfernung der weichen Drainagen am ersten oder zweiten postoperativen Tag dürfen Sie wieder duschen. Die Wunde bleibt mit einem wasserabweisenden Pflaster 14 Tage bedeckt.

Die Fäden werden 14 Tage nach dem operativen Eingriff gezogen.

 

20. Wie läuft die Nachsorge ab?

In der Regel bleiben Sie eine Nacht in unserer Praxisklinik, sehr aktive Patientinnen möchten und können auch schon am Abend nach dem operativen Eingriff nach Hause gehen. Voraussetzung ist natürlich Beschwerdefreiheit. Am Folgetag erfolgt der Drainagezug und eine Lösung des Kompressionsverbandes. Gleichzeitig lege ich den Stütz-BH, der für sechs Wochen getragen werden sollte, an. Eine Wiedervorstellung plane ich anschließend nach drei Tagen sowie 14 Tagen für den Fadenzug.

Selbstverständlich erhalten Sie einen 24h-Telefonservice, um eventuelle Fragen und Probleme zu besprechen. Danach erfolgen Kontrollen in sechs Wochen und drei Monaten, sowie einmal im Jahr zur allgemeinen Kontrolle.